Als ich 16 Jahre alt war hatte ich einen Traum
Ich stand alleine auf einer ziemlich großen Bühne. Diese Bühne war in vielen Farben schön beleuchtet und ich sah - als ich von der Bühne schaute - , eine große Anzahl von Leuten dort vor der Bühne stehen. Nun stand ich nicht einfach nur so auf der Bühne herum, sondern ich sang ein Lied. Im Traum hielt ich es für wunderschön. Eigentlich dachte ich: das ist DAS Lied, ich muss es mir unbedingt merken und aufschreiben, wenn ich wieder aufwache! Ich weiß nicht warum, aber
irgendwie war mir klar, dass ich gerade das Lied sang, das zutiefst mein eigenes war und all das ausdrückte, was ich jemals sagen wollte. Das alleine war vielleicht noch nicht einmal sehr ungewöhnlich.

Das weitaus Verwunderlichste war, dass ich wusste, ich singe dieses Lied alleine für Gott. Das war verwunderlich, denn ich war weder Christ, noch hatte ich ein christliches Elternhaus. Ich hatte eine Kirche höchstens fünf mal von innen gesehen und wußte nicht das geringste über Worship oder Anbetung. Gut, ich klimmperte ein bisschen auf meiner Gitarre herum und versuchte mich an ein paar Liedchen, aber dass machte ohnehin jeder damals.

Ich schrieb diesen Traum also in mein Tagebuch und vergaß ihn.
Mit 21 Jahren fragte mich jemand, ob ich nicht Lust hätte in einer Band zu singen und ich sagte: ok. Ab diesem Zeitpunkt durchlief ich viele interessante musikalische Stationen, die es mir erlaubten, als Sängerin ein paar Jahre später meinen Lebensunterhalt zu verdienen und eine Menge Spaß zu haben.

Vor ein paar Jahren erinnerte ich mich jedoch wieder an diesen Traum von damals. Ich überlegte, ob Gott nicht noch etwas anderes im Sinn gehabt haben könnte als er mich - auf vielen, sehr ungewöhnlichen Wegen - auf meine musikalische Reise schickte.

Und hier sind wir wieder bei meinem Traum von damals. Gott hatte einen Plan, von Anfang an. Über ein paar Umwege führte er mich letztlich zu meinem musikalischen Bestimmungsort. Dorthin, wo Er wohnt, wie Er selbst sagt: im Lobpreis seines Volkes. (Ps 22,4). Dort ehren und verehren wir Gott in einer Sprache, die direkt aus unserem Herzen kommt.

Ich bin mir sicher, dass ich damals in meinem Traum ein Lobpreislied gesungen habe ohne zu diesem Zeitpunkt zu wissen was das eigentlich ist.
Ich glaube, dass wir mit der Sehnsucht anbeten zu wollen von Gott geschaffen wurden. Und so sind wir auf der Suche nach diesem Höheren, Größeren, Wahren, dem wir unsere Bewunderung, unsere tiefsten Gefühle und unsere Anbetung bringen können.

 

Ein erlesener Ohrenschmaus sind die Lieder "Sommerland" und "Fall auf mich". Musik zum Downloaden findet Ihr unter Cd's ***

Elke Reichert bietet Gesangs- und Worship-workshops an. ***